Viermal mehr Wölfe als Luchse streifen durch Österreich, und während die Zahl der Isegrims wächst, sinkt jene der Pinselohren. Erstmals gelang in Oberösterreich nun im Zuge der Wolfsbeobachtung der Gen-Nachweis einer der seltenen und scheuen Raubkatzen.
Isolation, Inzucht und illegale Jagd: Österreich droht den Luchs laut WWF binnen weniger Jahre regional dauerhaft zu verlieren.
Laut Monitoring-Daten ist der Bestand der Luchse in Österreich auf rund 30 Tiere gesunken. Zudem verdeutlicht der aktuelle Fauna-Flora-Habitat-Bericht (FFH-Bericht) an die EU-Kommission, dass sich auch die bislang größte Tierpopulation im Mühl- und Waldviertel gegenüber der vorherigen Berichtsperiode verschlechtert hat.
Laut Monitoring-Daten ist der Bestand auf nur mehr rund 30 Tiere gesunken. Zugleich zeigt der aktuelle FFH-Bericht
Österreichs an die Europäische Kommission, dass sich nun auch die bislang größte Teilpopulation im Mühl- und Waldviertel verschlechtert hat.
Der Luchs Trail verbindet Oberösterreich, die Steiermark und Niederösterreich und führt durch mehrere bedeutende Schutzgebiete. Mit dem Naturpark Ötscher-Tormäuer kommt nun ein weiterer prägender Landschaftsraum hinzu.
Der europäische Luchs zählt zu den seltensten und faszinierendsten Wildtieren Europas. Im Panoramaturm Wurbauerkogel widmet sich derzeit eine besondere Fotoausstellung diesem beeindruckenden Rückkehrer unserer Wälder: "Der europäische Luchs - Geschichten aus dem Verborgenen" zeigt eindrucksvolle Aufnahmen.
Im Nationalpark Kalkalpen entwickelt sich ungestört von
menschlichen Eingriffen Österreichs größte zusammenhängende Waldwildnis, sogar Luchse haben sich wieder angesiedelt. Auf vielen Wegen darf man hindurchlaufen und -reiten.
Man sieht ihn nicht. Man hört ihn nicht. Und doch verändert das Wissen um seine Präsenz jeden Schritt. Der Luchs ist zurück in Österreichs wilder Mitte, und wer den Luchstrail geht, betritt sein Reich.
Im Nationalpark Kalkalpen steht der Luchsbestand vor einem Neustart. Derzeit leben im Raum Molln nur noch vier Tiere, weshalb Fachleute eine gezielte Wiederansiedlung planen. Insgesamt sollen rund 20 Luchse in den kommenden Jahren in der Region angesiedelt werden, um eine stabile Population zu ermöglichen.
Im Nationalpark Kalkalpen im Raum Molln (Bezirk Kirchdorf) muss der Luchsbestand neu aufgebaut werden. Nur so kann die heimische Raubkatze gerettet werden. Mit 20 neu angesiedelten Luchsen soll die Population in den Alpen gedeihen. Aktuell leben nur mehr vier Luchse in der Region.